Leistungen – Schüppel von Hehn Architekten – Architektur aus Aachen - Schüppel von Hehn Architekten – Architektur aus Aachen

Historische Bauwerke prägen unsere Orte und Landschaften. Baudenkmäler haben ein unverwechselbares, individuelles Gesicht, das durch ihre Baugeschichte und vielfältige Altersspuren geprägt ist. Sie geben über Generationen im Stadt- und Landschaftsraum Orientierung und sind materieller und ideeller Bestandteil unserer individuellen und kollektiven Identität.

Dieses ist gebaut und schützenswert. Es geht darum, die besondere Qualität eines Gebäudes in seinem jeweiligen baulichen Umfeld zu entdecken, die Ansprüche und Bedürfnisse der Menschen zu erkennen, einen Dialog zwischen Alt und Neu zu schaffen sowie das Bestehende in einen weiteren Lebenszyklus zu überführen.

 


Bauen im Bestand wird immer wichtiger. Städte sind im wesentlichen gebaut. Flächen sind knapp und schützenswert. Die demografische Entwicklung und der wechselnde Anspruch an Wohnraum verlangt nach Veränderung: Energieeffizienz, Barrierefreiheit und Multifunktionalität.

Dieser Bereich ist immer eine Reise ins Ungewisse. Was erwartet uns unter doppelten Böden, in alten Schächten, unter Tapetenschichten? Manchmal spannende Baugeschichte, manchmal böse Überraschungen.

Im Mittelpunkt stehen Verfahren zum Schutz, zur Instandhaltung und Instandsetzung sowie die energetische Gebäudesanierung der Bausubstanz.

 

 


Vor jedem Neubau steht zuerst die sorgfältige und gut durchdachte Planung.

Das passende Grundstück

Das passende Grundstück hängt nicht nur von einer objektiv guten Lage ab – wie einer attraktiven Umgebungsbebauung, Infrastruktur, einer guten Verkehrsanbindung oder der Bodenqualität – auch das individuelle Gefühl spielt eine Rolle.

Die realistische Finanzierung

Ein solides und realistisches Finanzierungskonzept ist für den Neubau von zentraler Bedeutung. Dabei gilt es, einen Mittelweg zwischen kostengünstiger Finanzierung mit möglichst hohem Eigenkapital und einem realistischem Budgetplan für die Zeit nach der Fertigstellung zu finden. Die Kalkulation sollte auch Verdienstausfälle berücksichtigen sowie staatliche Fördermittel und steuerliche Vergünstigungen. Neben Bau- und Grundstückskosten müssen auch Bauneben- und Folgekosten einkalkuliert werden, wie Versicherungen, Makler- und Notargebühren oder Kosten für Grundbuchamt und Grunderwerbssteuer.

Ausstattung und Energieeffizienz

Neben persönlichen Vorlieben sind auch kommunale Bebauungspläne zu beachten, denn nicht immer sind alle Bauweisen erlaubt. Die Baukonstruktion sollte grundsätzlich über sehr gute Wärmedämmeigenschaften verfügen, um die Energiekosten klein zu halten.


Ökologisch denken – Nachhaltig bauen – Gesund wohnen

Die Energieeinsparverordnung (ENEV) führte zu einem wahren Boom, immer dichtere Gebäude entstehen zu lassen – vernachlässigt wurden dabei zunehmend Fragen der Nachhaltigkeit und gesundheitlichen Verträglichkeit der eingesetzten Produkte. Ein Umdenken bei der Baustoffwahl hilft uns, zukunftsfähige Gebäude zu schaffen. Baumaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen sind klima- und umweltfreundlich in der Herstellung und zeichnen sich durch ihre Langlebigkeit aus. Ihre bauphysikalischen Eigenschaften sorgen für ein behagliches und gesundes Raumklima und sind somit gesundheitsfördernd für Menschen mit Allergien, Atemwegs- und Hauterkrankungen. Beim Rückbau sind die Baustoffe durch einen vertretbaren Aufwand wiederverwert- oder recyclebar und schließen damit den ökologischen Kreislauf.

Fazit: Ökologische Baustoffe sind zwar kostenintensiver als konventionelle, schaffen aber einen enormen Mehrwert für Ihr Heim und unsere Umwelt.


Was können wir mit der Ökobilanzierung erreichen?

Die DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen) hat sich als übergeordnetes Ziel gesetzt, die gebaute Umwelt zum Wohle aller heute so zu planen, zu betreiben und zu nutzen, dass die nach uns kommenden Generationen ihr eigenes Potenzial voll ausschöpfen können und nicht in ihren Möglichkeiten durch unsere heutigen Entscheidungen eingeschränkt werden.
Dieses Ziel ist unausweichlich mit einer Planung von Quartieren, Gebäuden und Innenräumen verbunden, die sich konsequent an deren gesamten Lebenszyklen orientiert und sowohl den Verbrauch von endlichen Ressourcen als auch ökologisch bedenkliche Emissionen in Luft, Wasser und Boden über alle Lebensphasen eines Gebäudes hinweg auf ein Minimum reduziert.
Um die Umweltverträglichkeit unserer Gebäude sicherzustellen, sind weitere Aspekte wie der Energieverbrauch, die Emissionseinträge in die Luft, das Wasser und den Boden sowie das Abfallaufkommen und die Schonung der Rohstoffvorräte zu berücksichtigen. Um hier belastbare Aussagen treffen zu können und Gebäude entsprechend zu optimieren, ist es unabdingbar, dass der gesamte Lebenszyklus eines Bauwerks und damit der eingesetzten Baumaterialien analysiert und die Ergebnisse bei der Planung einbezogen werden.
Ergebnis dieser Betrachtungen ist die ganzheitliche Bilanzierung, die alle zur Erstellung, zum Betrieb, zur Instandsetzung und zur Entsorgung eines Gebäudes benötigten Materialien von „der Wiege bis zur Bahre“, also über den gesamten Lebenszyklus analysiert.
Diese Methode wird als Lebenszyklusanalyse (LCA) bzw. Ökobilanzierung bezeichnet. Ökobilanzen können für ein Produkt, eine Dienstleistung, ein Gebäude oder andere eingrenzbare Systeme erstellt werden und damit über aussagekräftige und kommunizierbare Umweltkennzahlen quantifiziert werden.
Die Ökobilanzierung stellt ausschließlich eine neutrale Berechnungs- und damit Optimierungsmethode über den Lebensweg eines Gebäudes hinsichtlich seiner Umweltwirkungen und damit der eingesetzten Bauprodukte dar. Diese Umweltwirkungen werden über einen Mengenansatz ermittelt, d.h. die Bauprodukte mit den größten Massenanteilen haben in der Regel den größten Einfluss auf das Ergebnis. Dabei ist eswichtig, die Mengen über den zu erwartenden Nutzungszeitraum zu ermitteln. Bauteile, die mehrmals ausgetauscht werden, gehen also auch als entsprechendes Vielfaches in das Ergebnis ein. Die DGNB hat 2008 als eine der ersten Organisationen weltweit detaillierte Vorgaben zur Ermittlung von Ökobilanzen für Gebäude definiert und Benchmarks in ihrem Zertifizierungssystem bereitgestellt.


Unser Team setzt sich aus Ingenieuren der Fachbereiche Architektur, Geographie, Agrar- und Forstwissenschaften sowie Geodäsie zusammen.
Wir verfügen über alle notwendigen Lizenzen zum Führen von unbemannten Luftfahrtgeräten, inkl.  Genehmigungen und Versicherungen für den gesetzeskonformen Betrieb von Multikoptern.

 

 

Terrestrisches Laserscannning

Das terrestrische Laserscanning stellt eine wesentliche Er­gänzung der bisher vorliegenden Vermessungstechnologien dar und ist in seiner Anwendung die konsequente Weiterentwicklung der Architektur- und Bauwerksvermessung. Das Handaufmaß durch Zollstock, Maßband, der Einsatz des Distometers, die dreidimensionale Vermessung durch räumliche Schnurgerüste oder das tachymetrische Gebäudeaufmaß sind erprobte Methoden in der Architekturvermessung. Das terrestrische Laserscanning stellt einen deutlichen Fortschritt und wirtschaftliche Alternative zu diesen Methoden dar. Besonders komplexe Bauwerke haben durch ihre Größe und Bauform erhebliches Potenzial für den Einsatz des terrestrischen Laserscannings.
Beim Scannen eines Bereichs erfasst der Laserscanner eine große Anzahl von Datenpunkten, die von Kanten und Flächen reflektiert werden.  Anhand der registrierten X-, Y- und Z-Koordinaten aller Punkte wird eine genaue 3D-Darstellung des gescannten Bereichs erstellt – die sogenannte
3D-Punktwolke.

Photogrammetrie/ Vermessung mit UAV (Drohne)

Die Photogrammetrie ist ein Messverfahren, bei dem räumliche Informationen von Objekten aus fotografischen Aufnahmen gewonnen werden. Schwer zugängliche Objekte, wie Fassaden und Dachkonstruktionen oder extrem ausgedehnte Areale lassen sich so effizient und kostengünstig erfassen. Durch eine digitale Auswertung der Fotos in einer Photogrammetrie-Software erfolgt die Erstellung einer 3D-Punktwolke des Objektes. Die Photogrammetrie ist eine gute Alternative/ Ergänzung zum Laserscanning.

Kombination der Messverfahren Laserscanning & Photogrammetrie

Die Kombination beider Messtechniken ermöglicht es die Vorzüge der Messverfahren zu vereinen – der terrestrische Scanner übernimmt in bewährter Qualität die Arbeit vom Boden aus. Schwer erreichbare Bereiche wie Dächer oder Abschattungen des Laserscanners werden durch photogrammetrisch erzeugte Daten ergänzt/aufgefüllt (UAV). Zudem lässt sich die Punktfarbe/Textur der 3D-Daten aus der Photogrammetrie erzeugen – diese ist den Punktfarben/der Textur des Scanners deutlich überlegen und kann eine fotorealistische Darstellung generieren.

Vorteile der Messverfahren:

  • Bestandsaufnahme ohne kostenintensiven Gerüstbau
  • verformungsgerechtes Aufmaß
  • Deformationsmessungen
  • Darstellung des IST-Zustandes
  • Flexible Auswerte- und Dokumentationsmöglichkeiten
  • Verfahren der Beweissicherung
  • Berührungsloses und schnelles Messverfahren
  • Hohe Genauigkeiten im Aufmaß
  • Fotorealistische Darstellungen
  • Verzerrungsfreie Darstellung von Bauwerken, Fassaden und Bauteilen
  • Datenmehrfachnutzung ohne weiteres Aufmaß
  • Laserscandaten für BIM-Modell nutzbar
  • virtueller Rundgang

 

Anwendungsbereiche der Messverfahren:

  • Bahnhof
  • Baudenkmal
  • Brückenbauten
  • Dachaufbauten
  • Denkmalpflege
  • Fassaden
  • Flughafen
  • Gebäude
  • Gelände/ Topografie
  • Gleisanlagen
  • Historische Anlagen
  • Industrieanlagen
  • Kirchbauten
  • Leitungs- und Stromtrassen
  • Stahlbauten
  • Straßenbauwerke
  • Tunnelanlagen
  • Verkehrswege


Die Höhe des Honorars des Architekten ist in der HOAI, der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure, bundeseinheitlich geregelt. Die Berechnungsgrundlage des Honorars sind die anrechenbaren Kosten, d.h. die Baukosten für das eigentliche Gebäude einschließlich Installationen, nicht jedoch die Kosten für das Baugrundstück, für Erschließung, Außenanlagen oder für Einrichtungsgegenstände.
Anhand von Leistungsphasen und den jeweiligen Honorarzonen, die dem Schwierigkeitsgrad der zu planenden Baumaßnahme Rechnung tragen, lässt sich das Honorar leicht errechnen.  Insgesamt gibt es neun verschiedene Leistungsphasen, die einzeln abgerechnet werden.


Faustregel:
 Werden alle Leistungen nachgefragt, beträgt die Bezahlung in etwa 13 Prozent der Baukosten.

 

1. Grundlagenermittlung: 

  • Klären der Aufgabenstellung
  • Beratung zum gesamten Leistungsbedarf
  • Formulierung von Entscheidungshilfen für die Auswahl anderer an der Planung fachlich Beteiligter
  • Zusammenfassung der Ergebnisse
  • 2% vom Gesamthonorar

 

2. Vorplanung:

  • Grundlagenanalyse
  • Abstimmung der Zielvorstellungen
  • Erarbeitung eines Planungskonzepts einschl. Untersuchung der alternativen Lösungsmöglichkeiten nach gleichen Anforderungen mit zeichnerischer Darstellung und Bewertung, z. B. versuchsweise zeichnerische Darstellungen, Strichskizzen
  • Integrieren der Leistungen anderer an der Planung fachlich Beteiligter
  • Klärung und Erläuterung von Städtebau, Gestaltung, Ökologie, Ökonomie in Erstellung und Nutzung
  • Verhandlungen mit den Behörden zur Sicherung der Genehmigungsfähigkeit
  • Kostenschätzung
  • 7% vom Gesamthonorar

 

3. Entwurfsplanung:

  • Bearbeiten des Planungskonzeptes
  • Zeichnerische Darstellung des Gesamtentwurfs
  • Verhandlungen über die Genehmigungsfähigkeit
  • Kostenberechnung und Kostenkontrolle
  • 15% vom Gesamthonorar

 

4. Genehmigungsplanung:

  • Erarbeiten der Vorlagen der erforderlichen Genehmigungen oder Zustimmungen einschl. der Anträge auf Ausnahmen und Befreiungen
  • Einreichen des Baugesuches
  • Begleitung des Genehmigungsverfahrens
  • 3% vom Gesamthonorar

 

5. Ausführungsplanung:

  • Durcharbeiten der Ergebnisse der Leistungsphasen 3 und 4 – Ausführungspläne
  • Detail- und Konstruktionszeichnungen
  • Einarbeiten von Fachplanungen
  • 25% vom Gesamthonorar

 

6. Vorbereitung der Vergabe:

  • Massenermittlung als Grundlage für Leistungsbeschreibungen
  • Aufstellen von Leistungsbeschreibungen mit Leistungsverzeichnissen nach Leistungsbereichen
  • Abstimmen und Koordinieren der Leistungsbeschreibungen aller Gewerke
  • 10% vom Gesamthonorar

 

7. Mitwirkung bei der Vergabe:

  • Einholen, Prüfen und Auswerten der Angebote, Aufstellen eines Preisspiegels
  • Verhandlung mit Bietern und Mitwirken bei der Auftragserteilung
  • Kostenvoranschlag und Kostenkontrolle
  • 4% vom Gesamthonorar

 

8. Objektüberwachung (Bauleitung):

  • Überwachen und Koordinieren der Ausführung
  • Aufstellen und Fortschreiben eines Zeitplans, Führen eines Bautagebuchs
  • Abnahme der Bauleistung, Feststellung von Mängeln und Überwachen der Beseitigung
  • Rechnungsprüfung und Kostenfeststellung, Kostenkontrolle
  • Organisieren der behördlichen Abnahmen
  • Übergabe des Objekts
  • Auflistung der Gewährleistungsfristen
  • 32% vom Gesamthonorar

 

9. Objektbetreuung:

  • Mitwirken bei der Freigabe von Sicherheitsleistungen
  • Zusammenstellung der zeichnerischen und textlichen Unterlagen
  • 2% vom Gesamthonorar